Regenerative Unterstützung mit körpereigenem Plasma

PRP-Behandlung

PRP-Behandlung

PRP ist plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut. Es enthält Wachstumsfaktoren, die Gewebeheilung und Zellregeneration unterstützen. Die Anwendung erfolgt ausschließlich nach individueller medizinischer Indikationsstellung und ärztlicher Beratung durch Asst. Prof. Dr. Resmiye Ermis.

Kurzer Überblick: Wann ist eine PRP-Behandlung sinnvoll?

Eine PRP-Behandlung kann in unterschiedlichen gynäkologischen Bereichen in Betracht gezogen werden, wenn Gewebe geschwächt ist oder Regenerationsprozesse unterstützt werden sollen. Dazu zählen unter anderem altersbedingte Veränderungen, Narbengewebe oder Beschwerden durch verminderte Durchblutung.

Ob PRP für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und der zugrunde liegenden Ursache ab. Asst. Prof. Dr. Resmiye Ermis berät Sie ausführlich und klärt realistisch über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung auf.

Vor einer PRP-Behandlung erfolgt ein ausführliches ärztliches Gespräch sowie eine gynäkologische Untersuchung. Dabei wird geprüft, ob eine PRP-Anwendung medizinisch sinnvoll ist und welches Zielgewebe behandelt werden kann. Chancen, Grenzen und realistische Erwartungen werden transparent besprochen.

Am Behandlungstag wird zunächst eine kleine Menge Blut entnommen. Dieses wird im PRP-System aufbereitet, um das plättchenreiche Plasma zu gewinnen. Anschließend erfolgt die gezielte Anwendung im vorgesehenen Behandlungsbereich. Der Eingriff ist kurz und erfolgt unter ärztlicher Kontrolle.

Das aufbereitete PRP wird gezielt in das entsprechende Zielgewebe injiziert. Die Anwendung erfolgt präzise und individuell angepasst, abhängig von der jeweiligen Indikation und den anatomischen Gegebenheiten.

Die PRP-Injektion in die Gebärmutter (Endometrium) ist eine regenerative Behandlung, bei der aufbereitetes Eigenblut mittels Katheter in die Gebärmutter eingebracht wird. Es fördert die Durchblutung, Regeneration und Verdickung der Schleimhaut, um die Einnistung eines Embryos bei dünnem Endometrium oder wiederholten Fehlversuchen zu verbessern.

Ziel

Unterstützung der Schleimhautregeneration

  • bei dünnem Endometrium
  • bei wiederholtem Embryotransfer mit schlechter Schleimhautqualität

Mögliche Effekte

  • bessere Durchblutung
  • Geweberegeneration

Grenzen / Hinweis

  • nicht jede Schleimhaut spricht an
  • Evidenzlage noch begrenzt
  • nur nach Abklärung der Ursache der Schleimhautschwäche

Die PRP-Injektion in die Eierstöcke ist ein regeneratives Verfahren bei dem plättchenreiches Eigenblutplasma direkt in die Eierstöcke injiziert wird. Wachstumsfaktoren im Plasma sollen die Eierstockfunktion reaktivieren, die Follikelreifung anregen und die Eizellqualität verbessern. Es wird v.a. bei eingeschränkter Ovarreserve (DOR), vorzeitiger Ovarialinsuffizienz (POI) oder Frauen über 40 eingesetzt, um die Fruchtbarkeit zu steigern.

Ziel

Ansatz für Patientinnen mit

  • geringer ovarieller Reserve
  • eingeschränkter Eizellqualität

Ansatz

  • Aktivierung ruhender Follikel
  • Verbesserung der ovariellen Mikroumgebung

Grenzen / Hinweis

  • Ergebnisse sehr individuell
  • wissenschaftlich noch nicht abschließend gesichert
  • wichtig: realistische Erwartung und klare Beratung

PRP kann im vaginalen Bereich unter anderem bei folgenden Beschwerden oder Zielen als individueller Ansatz geprüft werden:

  • vaginale Trockenheit, zum Beispiel nach den Wechseljahren
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • leichte Belastungsinkontinenz
  • vaginale Atrophie bei hormonell bedingtem Gewebeschwund
  • Unterstützung der Durchblutung und Gewebequalität

PRP in den Schamlippen kann als unterstützender Ansatz zur Regeneration eingesetzt werden bei:

  • altersbedingten Veränderungen
  • dünner werdendem Gewebe
  • Narben nach Geburten
  • Beschwerden durch Trockenheit oder verminderte Durchblutung

PRP kann die Gewebefestigkeit und Durchblutung verbessern. Da es körpereigen ist, ist das Risiko für Abwehrreaktionen gering.

PRP kann zur Unterstützung regenerativer Prozesse bei:

  • Kaiserschnittnarben
  • Dammrissen oder Dammschnitten
  • vulvären oder vaginalen Narben nach operativen Eingriffen

in Betracht gezogen werden. Ziel ist es, die Gewebequalität im Narbenbereich zu verbessern.

In einigen Kontexten wird PRP marketingorientiert als sogenannter „Shot“ bezeichnet. In unserer Praxis erfolgt die Anwendung ausschließlich nach medizinischer Indikationsstellung und sorgfältiger ärztlicher Beratung durch Asst. Prof. Dr. Resmiye Ermis.

In der Regel ist keine längere Erholungszeit erforderlich. Der Alltag kann meist zeitnah wieder aufgenommen werden. Asst. Prof. Dr. Resmiye Ermis informiert Sie individuell darüber, worauf Sie nach der Behandlung achten sollten.

Nicht jede Patientin spricht auf eine PRP-Behandlung an. Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Anwendungsbereich unterschiedlich ausgeprägt. Eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen sowie eine klare ärztliche Beratung stehen stets im Vordergrund.

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PRP: Sinnvoller Ansatz oder besser nicht?

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