Ein Arzt, der kein Künstler ist, ist auch kein Arzt.

Myomzentrum


Zum wiederholten Male haben wir bewiesen: 

Auch über 1 Kilo schwere Myome, die in der Gebärmutterwand sitzen, kann man ohne Bauchschnitt entfernen! 


Als Myomzentrum sind wir spezialisiert auf die Entfernung der Myome und den Erhalt der Gebärmutter! 



Myome


Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmutter. Sie treten in ca. 25 – 50 % bei allen Frauen auf. Viele Frauen, die Myome haben, sind sich dessen nicht bewusst, weil viele Myome sehr klein sind und keine Beschwerden verursachen. Jedoch leiden auch viele Frauen unter den Myomen in Abhängigkeit von deren Größe, Anzahl und Lokalisation. Wie jede Neubildung sollten auch Myome von der Frauenärztin bzw. Frauenarzt kontrolliert werden. 



Arten der Myome

 

Gebärmuttermyome sind Wucherungen, die sich aus einer Zelle der Gebärmuttermuskulatur entwickeln. Sie werden auch Leiomyome genannt. Sowohl die Größe als auch die Form und Lokalisation der Myome können sehr stark variieren. Die Myome können sich in der Gebärmutter (submukös) an ihrer Oberfläche (subserös) oder in der Gebärmutterwand (intramural) befinden, sie können aber auch außerhalb der Gebärmutter und/oder mit diesem nur durch einen Stiel verbunden sein. Myome variieren in ihrer Größe von sehr klein bis zu einer Größe von über 10 cm. Von wenigen Gramm bis über 1000 Gramm schwere Myome wurden von uns minimalinvasiv entfernt. In ihrem Wachstum können sie sowohl die Gebärmutterhöhle als auch die Außenseite der Gebärmutter beeinträchtigen. Manche Myome wachsen so lange, bis sie das komplette Becken oder sogar einen Großteil des Bauchraumes ausfüllen. Eine Frau kann nur ein Myom oder auch mehrere Myome verschiedener Größe besitzen. Ob die Myome einzeln oder in Gruppen auftreten, ist schwer vorherzusagen. Sie können für eine längere Zeit sehr klein bleiben und auch plötzlich schnell wachsen oder über eine längere Zeit langsam wachsen.

 


Ursachen

 

Myome kommen am häufigsten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren vor, können allerdings auch in anderen Altersgruppen auftreten. Obwohl Myome sehr häufig vorkommen, ist nur wenig über ihre Ursachen bekannt. Man weiß, daß das weibliche Geschlechtshormon Östrogen das Wachstum von Myomen fördert. Der Gehalt von Östrogen im Körper kann abhängig von verschiedenen Einflüssen ansteigen oder absinken. Die Schwangerschaft beispielsweise ist einer der wichtigsten natürlichen Ursachen für einen Anstieg der Östrogene. Die Wechseljahre führen zu einer Verminderung des Östrogengehaltes im Blut. Auch Medikamente können zu Veränderungen des Östrogenspiegels im Blut führen.

 


Symptome

 

Die meisten Myome, auch die großen, führen meist nicht zu Symptomen. Wenn es zu Symptomen kommt, stellen sich diese häufig in folgender Form dar:

     

  • verstärkte Blutung
  • verlängerte oder häufige Menstruation
  • Schmerzen bei der Menstruation
  • Blutungen außerhalb der Menstruation
  • Blutarmut von übermäßigem Blutverlust (Anämie)


Schmerzen

 

  • Schmerzen im Bauchraum oder Rückenbereich
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs


Druckbeschwerden (durch Druck auf benachbarte Organe)

 

  • Veränderungen beim Wasserlassen z.B. häufigeres Wasserlassen
  • Verstopfungen, Schmerzen an Darm, Veränderung der Verdauung
  • Bauchkrämpfe


Vergrößerung der Gebärmutter und des Bauches

Fehlgeburten und ungewollte Kinderlosigkeit

 

  • Bei 2 Fehlgeburten oder bestehender ungewollter Kinderlosigkeit sollte auch nach Myomen, insbesondere in der Gebärmutterhöhle (submuköse Myome), gefahndet werden.

Diese Symptome können selbstverständlich auch in anderen Erkrankungen ihre Ursachen haben. Deshalb sollten sie bei o.g. Veränderungen mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt dies besprechen und untersuchen lassen.

     


Behandlung

 

Myome, die keine Beschwerden verursachen, da sie sehr klein sind oder nahe der Wechseljahre auftreten, benötigen häufig keine Behandlung. Folgende Beschwerden machen allerdings eine Behandlung oft unumgänglich:

 

  • Starke oder schmerzhafte Menstruationsblutungen
  • Blutungen zwischen den regulären Menstruationen
  • Unklarheit, ob die Wucherung tatsächlich von der Gebärmutter oder von den Eierstöcken ausgeht
  • Sehr schnelles Wachstum der Myome
  • Ungewollte Kinderlosigkeit
  • Anhaltende Bauchschmerzen


Myomektomie

 

Myomektomie bedeutet das Entfernen des Myomes, wobei die Gebärmutter erhalten bleibt. Dies ist besonders für Frauen, die schwanger werden wollen, von Interesse. 

Dies erfolgt bei Myomen, die in der Gebärmutterhöhle liegen, mittels Gebärmutterspiegelung. Alle anderen Myome werden mittels Bauchspiegelung entfernt. In sehr seltenen Fällen ist ein Bauchschnitt notwendig. 

     

     

Myome und Schwangerschaft

 

In geringer Anzahl von Schwangeren haben ebenfalls Myome. Myome während der Schwangerschaft können gelegentlich Probleme für die Schwangere oder aber auch für das Baby mit sich bringen. Während der Schwangerschaft können Myome an Größe zunehmen. Das Größenwachstum resultiert aus dem Anstieg der Östrogene im Blut und der vermehrten Blutversorgung der Gebärmutter während der Schwangerschaft. Da während der Schwangerschaft die Gebärmutter bereits vergrößert ist, können Myome zusätzliche Beschwerden wie Unterbauchschmerzen oder Verdrängungsbeschwerden verursachen. Wenn die Versorgung des Babys vermindert ist, kann ein verzögertes Wachstum des Babys resultieren. Myome in der Schwangerschaft können zu folgenden Risiken führen:

 

  • Fehlgeburt (die Schwangerschaft endet vor der 24. SSW)
  • Frühgeburt
  • Beckenendlage (das Baby liegt mit dem Kopf nach oben in der Gebärmutter, der Steiß geht voran).

Sehr selten können große Myome, die Eröffnung des Muttermundes sowohl die Passage durch den Geburtskanal blockieren. In diesen Fällen muß ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Frauen mit großen oder vielen Myomen haben häufiger einen größeren Blutverlust nach der Geburt. In den allermeisten Fällen müssen Myome während der Schwangerschaft nicht behandelt werden. Sollten tatsächlich Symptome wie Schmerzen oder Verdrängungsbeschwerden auftreten, können diese durch körperliche Schonung meist behoben werden. Bei stärkeren Schmerzen, Blutungen oder Bestrebung für eine Frühgeburt ist gelegentlich auch ein stationärer Aufenthalt zur Überwachung der Schwangerschaft notwendig. Eine Myomentfernung während der Schwangerschaft läßt sich in den allermeisten Fällen vermeiden. Nach einer Myomektomie ist die Wahrscheinlichkeit, ein Kind per Kaiserschnitt zu bekommen, deutlich erhöht.

 

Zusammenfassung

 

Myome sind gutartige Muskelknoten, die sehr häufig bei Frauen vorkommen. Jede 3.-4. Frau, die älter als 35 Jahre ist, hat ein Myom. Häufig verursachen Myome keine Beschwerden und bedürfen deshalb auch keiner Behandlung. Wenn Sie Gebärmuttermyome haben, sollten Sie diese von Ihrem Frauenarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beobachten lassen. Bei Beschwerden oder einer geplanten Schwangerschaft werden Ihre Frauenärztin/Frauenarzt Sie gern über die notwendigen Behandlungsmethoden informieren.

 


 

Morcellation gutartiger gynäkologischer Tumore weiterhin empfehlenswert

Mittwoch, 13. Mai 2015

Berlin – Die sogenannte Morcellation – also die minimalinvasive Zerkleinerung gutartiger gynäkologischer Tumoren in der Bauchhöhle – ist weiterhin empfehlenswert. Die Gefahr, dass dabei ein bösartiger Tumor zerkleinert wird und die Morcellation zur Ausbreitung führt, ist aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), eine selbstständige Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), gering.

Viele Frauen entwickeln im Verlauf des Lebens Myome in der Gebärmutter. Wenn sie Beschwerden verursachen, raten Frauenärzte oft zur Entfernung der gutartigen Geschwulste und bei ausgedehnten Wucherungen auch der gesamten Gebärmutter. Diese Operationen werden in Deutschland heute überwiegend laparoskopisch durchgeführt. „Dieses Verfahren führt zu einer deutlich schnelleren Erholung der Frauen“, erläutert Matthias Beckmann, Mitglied der Kommission Uterus der AGO und Leitlinienbeauftragter der DGGG.

Die Patientinnen litten nach der Operation unter geringeren Schmerzen als nach einer offenen Operation und es komme in der Heilungsphase seltener zu Infektionen. Da die laparoskopischen Instrumente nur einen begrenzten Durchmesser hätten, müssten die Operateure größere Myome vor der Bergung im Bauchraum zerkleinern.


Im vergangenen Jahr hat die amerikanische Arzneimittelagentur FDA auf ein mögliches Sicherheitsrisiko hingewiesen. In seltenen Fällen könne auch ein Sarkom die Beschwerden auslösen. „Die Sarkome sind bei der Operation nicht von den Myomen zu unterscheiden“, berichtet der Direktor der Universitätsfrauenklinik Frauenklinik Erlangen. Die Diagnose stehe erst nach einer mikroskopischen Untersuchung durch den Pathologen fest. In diesem Fall könne die Morcellation zur Aussaat von Krebszellen in der Bauchhöhle beitragen, was das Fortschreiten eines bösartigen Tumors in der Regel beschleunige.

„Die Einwände der FDA sind aus Sicht der AGO im Prinzip berechtigt“, so Beckmann. Die Gefahr für die einzelne Patientin sei aber gering. Die AGO schätzt das Risiko nach einer Analyse der wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf 1 zu 416 oder 0,24 Prozent. „Dieses Risiko rechtfertigt unserer Einschätzung nach kein generelles Verbot der Morcellation“, erläutert Beckmann. Gleichwohl sollte das Risiko die Aufmerksamkeit des Frauenarztes schärfen. Es gebe zwar derzeit keinen Test, um vor der Operation sicher zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Bei einem klinischen Verdacht auf einen bösartigen Tumor sollte der Frauenarzt aber auf jeden Fall auf die Morcellation verzichten.

© hil/aerzteblatt.de

Endometriose des Harntraktes                          Präoperativ das Ausmaß einschätzen

Die Endometriose kann auch den Harntrakt befallen. Es gibt klinische Prädiktoren, wo die Herde dann wahrscheinlich sitzen. Vorschlag einer neuen Klassifikation.

Die retrospektive Studie aus der Schweiz untersuchte 697 Patientinnen mit Endometriose (EM). Alle Frauen wurden operiert und die Läsionen entfernt. Danach wurden die intraoperativen Befunde mit den Ergebnissen der präoperativen Abklärung verglichen.
213 Patientinnen (ca. 23% der Gesamtkohorte) wiesen eine tief-infiltrierende EM auf. Das Durchschnittsalter dieser Patientinnen lag bei 33,3 Jahren. Über die Hälfte zeigten einen Befall des Harntraktes (52,6%). Patientinnen, bei denen die Ureteren in den Krankheitsprozess involviert waren, zeigten präoperativ keine spezifischen urologischen Symptome. Patientinnen mit einer Blasen-Endometriose hingegen litten vor dem Eingriff zu 68,8% unter spezifischen urologischen Symptomen (versus 7,9% der Patientinnen ohne Harntrakt-EM). Bei Fällen, in denen das rektovaginale Septum befallen war, zeigte sich eine Korrelation: Ab einem Durchmesser des EM-Herdes von 3 cm war ein Ureterbefall häufiger.
Die Wahrscheinlichkeit der Notwendigkeit einer Ureterolyse bei Endometriose-OP korreliert linear mit der Größe des rektovaginalen Befalls. Allerdings verursacht die EM in diesen Fällen eher keine urologischen Symptome – ein Blasenbefall hingegen schon.
Daraus leiten die Autoren eine neue Klassifikation der Ureter-Endometriose ab: Grad 0: Peritoneale EM, dem Ureter aufgelagert; Grad 1:Retroperitoneale EM mit Ureterverziehung; Grad 2: Ureterdilatation ± Hydronephrose, urodynamisch unwirksam; Grad 3: Urodynamische Obstruktion mit erhaltener, symmetrischer Splitund Gesamt-Clearance; Grad 4: Obstruktion mit Clearance-Verschlechterung (split oder gesamt); Grad 5: Stumme Niere. CB


Quelle:

Knabben L et al.: Urinary tract endometriosis in patients with deep infiltrating endometriosis: preva - lence, symptoms, management, and proposal for a new clinical classification. Fertil Steril 2015; 103: 147-52

Endometriose

Chirurgische Behandlung beeinflusst die Wahrnehmung von Stress bei Frauen mit Endometriose

Fertility and Sterility, 18. Dez 2014

 Medizinischer Artikel

Lazzeri L, et al. – In der vorliegenden prospektiven klinischen Studie wurde die Wahrnehmung von Stress in einer Gruppe von Frauen untersucht, die vor und nach einem chirurgischen Eingriff von verschiedenen Formen von Endometriose-bedingten Schmerzen berichteten. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmung von Stress bei Patientinnen mit besonders schweren Endometriose-bedingten Schmerzen (Dysmenorrhö, Beckenschmerzen, Dyspareunie) am ausgeprägtesten war. Die Wahrnehmung von Stress verringerte sich nach dem chirurgischen Eingriff erheblich.

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