Primum non nocere - zuerst einmal nicht schaden (Hippokrates)

MIC ist die Abkürzung für mikro-invasive Chrirurgie. Also das Durchführen von Operationen, die in ihrem Umfang und in der Art minimal belastend sind.

Dieses Verfahren ist auch bekannt als Schlüssellochchirurgie. 

 

Über kleine Einschnitte wird mittels einer endoskopischen Kamera und feinen Instrumenten operiert. Diese Methode wird Bauchspiegelung oder Laparoskopie genannt. Ein Einstich befindet sich unterhalb des Bauchnabels und weitere Einstiche erfolgen bei Bedarf.

 

Ebenfalls kann man durch Einführen einer Kamera mit einem zusätzlichen Instrumentarium in die Gebärmutterhöhle mikro-invasiv Polypen oder Myome entfernen. Im Vergleich zu einer einfachen Gebärmutterspiegelung, wird hierbei der Gebärmutterhalskanal wenige Millimiter weiter aufgedehnt und mittels einer Flüssigkeit der Gebärmutterinnenraum dargestellt.

 

Je nach Diagnose und Begleiterkrankungen werden die Eingriffe ambulant oder stationär geplant und durchgeführt.

 

Mit den mikro-invasiven Verfahren erholen sich die Patientinnen rascher als bei der offenen Methode. Ebenfalls werden Komplikationen in der Heilungsphase dadurch reduziert.

 

http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Geht-nicht-gibt-es-fuer-Dr-Ermis-nicht;art675,2614266

 

Hier ein wissenschaftlicher Beitrag aus dem amerikanischen Journal für Geburtshilfe und Gynäkologie

Quelle: Am J Obstet Gynaecol 2014; doi: 10.1016/j.ajog.2014.12.006

Risiko für Thromboembolien bei der Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) mittels Bauchschnitt höher

 

Muss bei gutartigen Erkrankungen eine Gebärmutterentfernung durchgeführt werden, kann sowohl durch die Scheide, laparoskopisch oder mittels Bauchschnitt operiert werden. Wie sieht es mit dem Thromboserisiko aus: unterscheidet es sich hier je nach Eingriff? Das haben amerikanische Forscher jetzt untersucht.

 

Insgesamt 44.167 Patientinnen hatten den Eingriff, 71,1% davon entweder über die Scheide oder laparaskopisch. Bei den 12.733 Frauen, die über den offenen Bauchschnitt operiert wurden, traten dabei öfter venöse Thromboembolien (VTE) auf als bei den minimalinvasiven Eingriffen (bei 0,6% versus 0,2%). Interessant dabei: weder das Alter noch der Raucherstatus waren mit einer VTE assoziiert.